Untersuchung bei Haarausfall
Auch wenn Haarausfall in der Regel keine ernsthafte Erkrankung ist, so sollte die Ursache doch sorgfältig geprüft wiewerden. In seltenen Fällen kann Haarausfall nämlich das Anzeichen für ernsthafte systemische Krankheiten sein. Idealerweise sollten neben einer Sichtprüfung durch spezialisierte Ärzte noch eine Blutuntersuchung und ein so genanntes Trichogramm (das heißt einer Analyse der Haare nach ihrem Wachstumszustand) durchgeführt werden.
Die Behandlung von Haarausfall
Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose sowie nach dem Geschlecht des Patienten. Bei Männern mit der am weitesten verbreiteten Form der anlagebedingten Alopezie wird der Arzt in der Regel eine Anwendung des Wirkstoffs Finasterid (möglicherweise in Kombination mit dem tropischen Wirkstoff Minoxidil) empfehlen. Auch bei Frauen wird Minoxidil häufig angewendet, Finasterid dagegen ist in der Regel kontraindiziert. Die früher sehr häufige Hormontherapie bei Frauen ist in letzter Zeit in Zweifel gezogen worden.
Es gibt noch einige weitere Produkte gegen Haarausfall am Markt, die allerdings weltweit gesehen von geringer Bedeutung sind. Unterstützend sollte auf eine sorgfältige Ernährung und die ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen geachtet werden.
Leider muss darauf hingewiesen werden, dass es nur in sehr seltenen Fällen gelingt, wirklich deutlichen Neuwuchs mit einer Behandlung auszulösen. Als Erfolg kann es schon angesehen werden, wenn der Haarausfall gestoppt wird und nicht weiter voranschreitet.